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Klangkunstfest Mitte 2007

7.-16. September 2007 im Glaskasten

LANDSCHAFT

Die beiden bisherigen Klangkunstfestivals 2005 und 2006 lieferten einen schlaglichtartigen Blick auf ein neues interdisziplinäres Genre zeitgenössischer Kunst, das auch international immer mehr an Interesse und Bedeutung gewinnt. Um diese Entwicklung, an der auch Künstler aus Berlin ihren wichtigen Anteil haben, weiter zu verfolgen und zu fördern, soll dieses kleine Festival als Reihe etabliert werden. Die positive Resonanz des Publikums ermutigt ebenfalls, diese Veranstaltung weiterzuverfolgen. Für das Klangkunst-Festival 2007 wurde als Thema "Landschaft" gewählt.

Landschaft als Sujet, Landschaft als Vision, als Untersuchungsobjekt, als ästhetisches Konstrukt, als Beschreibungsstrategie oder als konkrete Versuchsanordnung:

Das Thema "Landschaft" soll beim Klangkunstfestival 2007 ganz verschiedene künstlerische Facetten des Begriffes beleuchten - von der Klanglandschaft über künstlich hergestellte Landschaften in einer Raum-Installation, verschiedensten Darstellungen von Landschaft oder land art bis hin zu virtuellen Landschaften in einer Computer-Animation z.B. eines Computerspiels (und da natürlich wieder mit einem besonderen Fokus auf deren klanglicher Ausprägung oder Darstellung). Außerdem soll auch das Gedankengut der "akustischen Ökologie" dargestellt und dem geschätzten Publikum ästhetisch nähergebracht werden. Die Idee, sich mit der akustischen Umwelt fundiert auseinanderzusetzen, geht auf den kanadische Komponisten R. Murray Schafer zurück, der in der 70er Jahren dieses Thema in seinem heute klassischen Buch "The Tuning of the World" untersuchte. Bis heute entstand eine weltweite Bewegung, in der sich Menschen verschiedenster Disziplinen mit diesem Thema wissenschaftlich und künstlerisch befassen.

Es ist diesmal eine noch stärkere Verschränkung oder Durchdringung der verschiedenen Komponenten geplant. Die Performances, die Konzerte und die Exponate bzw. Situationen der begleitenden Ausstellung sollen sich gegenseitig kontrapunktieren, kommentieren, ja teilweise sogar direkt ineinander übergehen. So liefert z.B. eine Installation der Ausstellung das "Bühnenbild" für eine Performance, eine Konzertaufführung verstetigt sich als Raum-Klanginstallation in der Ausstellung, selbst scheinbar permanente und stationäre Komponenten der Ausstellung wie Bilder oder Objekte offenbaren oder bekommen im Lauf des Festivals ein unerwartetes Innenleben oder verändern ihr Aussehen oder ihren Standort.

Wichtig bei allen aufgeführten bzw. ausgestellten Werken soll außerdem der Versuch sein, über den Tellerrand des eigenen Genres oder Sujets zu schauen und eine Aussage zu treffen, Stellung zu beziehen. So wirkt z.B. eine Klanglandschaft anders und auch viel intensiver und tiefgreifender vor dem philosophischen Hintergrund der "akustischen Ökologie", ein Computerspiel und die in ihm dargestellten oder benutzten Landschaften lassen sich anders verstehen und beschreiben, wenn man die Art der dahinterstehenden Lebensphilosophie, den Zweck und die Adressaten nennt bzw. untersucht.

An den Wochenenden 7.-9. und 14.-16. September wird neben der Ausstellung ein vielfältiges Konzert-, Performance- und Filmprogramm mit verschiedenen Uraufführungen stattfinden. Die Ausstellung ist dann unter der Woche weiterhin zu besichtigen und zu erleben. Eine kleine Finissage beendet das "Klangkunstfest Mitte 2007" am Sonntag, 16. September 2007 mit einer klangkünstlerischen Live-Aktion.

Künstlerische Leitung: Thomas Gerwin

"Glaskasten" - Prinzenallee 33 - 13359 Berlin/Wedding + "Galerie Nord" - Turmstr. 75 - 10551 Berlin/Moabit

- jeweils 20:00 Uhr - Vorbestellung: Tel. 030-4930 7915

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